Fahnenmeer: Bulgarien und Rumänien haben mit einem negativen Wachstum zu kämpfen. Quelle: dpa
WIEN. Die wirtschaftliche Erholung in Osteuropa verläuft langsamer als ursprünglich gedacht. Die Londoner Osteuropa-Förderbank EBRD hat am Donnerstag die Wachstumsprognose für die gesamte Region zurückgenommen. Danach ist jetzt in Osteuropa mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3,5 Prozent zu rechnen. Im Mai hatten die EBRD-Volkswirte noch 3,7 Prozent angesetzt. Am Dienstag hatte EBRD-Präsident Thomas Mirow im Gespräch mit dem Handelsblatt davor gewarnt, dass sich die aktuellen Probleme in Ungarn auf die gesamte Region ausweiten könnten. Am vergangenen Wochenende waren die Verhandlungen zwischen Ungarn auf der einen und dem IWF und der EU auf der anderen Seite über eine Fortsetzung der Hilfszahlungen ohne Ergebnis abgebrochen worden.
Am problematischen entwickelt sich die Lage zurzeit in Südosteuropa. Länder wie Kroatien oder Rumänien können sich aus der Rezession nicht befreien, 2010 bringt ihnen ein zweites Jahr in Folge mit einem schrumpfenden Wirtschaftswachstum. Besonders Rumänien steht vor einer schwierigen Zeit: Das rumänische BIP schrumpft in diesem Jahr um drei Prozent, in ihrer Mai-Prognose war die EBRD noch von einem Null-Wachstum ausgegangen. Kroatien fällt auf minus 1,3 Prozent zurück, vor zwei Monaten hatte die Londoner Förderbank noch ein leichtes Wachstum von 0,3 Prozent vorhergesagt.
Deutlich besser verläuft die Entwicklung in stärker industrialisierten Ländern wie Polen oder der Slowakei, die jetzt von einer Stärkung der Exporte und insbesondere von der konjunkturellen Belebung in Deutschland profitieren. Polen wird in diesem Jahr nach den Angaben der EBRD mit 2,7 Prozent wachsen und die Slowakei sogar mit 3,1.
Zugleich wiederholt die EBRD in ihrem neuen Bericht vom Donnerstag die Warnung an Ungarn. Das Scheitern der Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU am vergangenen Wochenende über eine Verlängerung der milliardenschweren Hilfszahlungen könnte dazu führen, dass die Volkswirtschaft in Ungarn und auch in anderen Ländern schwächer wachsen wird.
2011 ist nach Angaben der EBRD nicht mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen, sondern tendenziell sogar mit einer Verschlechterung. Grund dafür sei die zu erwartende Beruhigung der Weltwirtschaft.

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Osteuropa wächst weniger schnell als gedacht

Fahnenmeer: Bulgarien und Rumänien haben mit einem negativen Wachstum zu kämpfen. Quelle: dpa
WIEN. Die wirtschaftliche Erholung in Osteuropa verläuft langsamer als ursprünglich gedacht. Die Londoner Osteuropa-Förderbank EBRD hat am Donnerstag die Wachstumsprognose für die gesamte Region zurückgenommen. Danach ist jetzt in Osteuropa mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3,5 Prozent zu rechnen. Im Mai hatten die EBRD-Volkswirte noch 3,7 Prozent angesetzt. Am Dienstag hatte EBRD-Präsident Thomas Mirow im Gespräch mit dem Handelsblatt davor gewarnt, dass sich die aktuellen Probleme in Ungarn auf die gesamte Region ausweiten könnten. Am vergangenen Wochenende waren die Verhandlungen zwischen Ungarn auf der einen und dem IWF und der EU auf der anderen Seite über eine Fortsetzung der Hilfszahlungen ohne Ergebnis abgebrochen worden.
Am problematischen entwickelt sich die Lage zurzeit in Südosteuropa. Länder wie Kroatien oder Rumänien können sich aus der Rezession nicht befreien, 2010 bringt ihnen ein zweites Jahr in Folge mit einem schrumpfenden Wirtschaftswachstum. Besonders Rumänien steht vor einer schwierigen Zeit: Das rumänische BIP schrumpft in diesem Jahr um drei Prozent, in ihrer Mai-Prognose war die EBRD noch von einem Null-Wachstum ausgegangen. Kroatien fällt auf minus 1,3 Prozent zurück, vor zwei Monaten hatte die Londoner Förderbank noch ein leichtes Wachstum von 0,3 Prozent vorhergesagt.
Deutlich besser verläuft die Entwicklung in stärker industrialisierten Ländern wie Polen oder der Slowakei, die jetzt von einer Stärkung der Exporte und insbesondere von der konjunkturellen Belebung in Deutschland profitieren. Polen wird in diesem Jahr nach den Angaben der EBRD mit 2,7 Prozent wachsen und die Slowakei sogar mit 3,1.
Zugleich wiederholt die EBRD in ihrem neuen Bericht vom Donnerstag die Warnung an Ungarn. Das Scheitern der Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU am vergangenen Wochenende über eine Verlängerung der milliardenschweren Hilfszahlungen könnte dazu führen, dass die Volkswirtschaft in Ungarn und auch in anderen Ländern schwächer wachsen wird.
2011 ist nach Angaben der EBRD nicht mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen, sondern tendenziell sogar mit einer Verschlechterung. Grund dafür sei die zu erwartende Beruhigung der Weltwirtschaft.

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Postat de pe data de 23 iul., 2010 in categoria România în lume. Poti urmari comentariile acestui articol prin RSS 2.0. Acest articol a fost vizualizat de 123 ori.

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